Holzbau und Gesamtbau Holzbau und Gesamtbau

Einblick in den Ausbildungs- und Berufsalltag von Benno Dober

Ausbildung zum Zimmermann mit eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ im 4. Lehrjahr

Weshalb hast du dich für diesen Lehrberuf entschieden?

Weil man draussen arbeiten kann und wegen der körperlichen Betätigung. Man arbeitet in einem sich stetig wechselndem Team. Dazu hat man mit vielen verschiedenen Personen zu tun wie etwa Bauherren, verschiedenen Firmen und Arbeitskollegen.

Wie war dein erster Arbeitsalltag in der Lehre?

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, da es ein sehr heisser Tag war. Man hat mir zuerst die Produktion gezeigt und danach hat mich ein Arbeitskollege mit auf eine Baustelle genommen.

Schildere kurz deine wichtigsten Tätigkeiten anhand deines Tagesablaufes.

1. Lehrjahr: Mitarbeiter unterstützen – Mithilfe des Vorarbeiters einfache Arbeiten ausführen, wie z.B. mit Holz eine kleine Wand erstellen.

2. Lehrjahr: Einfachere Arbeiten zum Teil selbständig erledigen, wie z.B. eine Wand gipsen. Man lernt selber zu überlegen, wie man vorgehen muss und was man alles braucht. Man darf auch schon selber die Materialliste für den nächsten Tag und die bevorstehenden Arbeiten schreiben.

3. Lehrjahr: Man bekommt bereits schon kleine Aufträge zum selber ausführen und wird durch die Praxis immer mehr zu einer besseren Unterstützung und lernt Eigenverantwortung zu übernehmen.

Welche Arbeiten machen dir am meisten Spass? Welche weniger?

+ Schalen (Fassade montieren)
+ Umbauten (etwas abreissen)
+ Aufrichten, da man innerhalb weniger Tage sieht, wie etwas am Entstehen ist
– Bei schlechtem Wetter draussen arbeiten

Was findest du besonders toll an deinem Job und an deiner Ausbildung?

Die Ausbildung bietet viele Weiterbildungsmöglichkeiten und man kann sich branchenspezifisch weiter entwickeln. Den theoretischen Schulstoff, den man in der Schule erlernt, kann man direkt im Ausbildungsbetrieb anwenden. In der Berufsschule lernt man auch vieles über andere Berufsgattungen. Schliesslich muss man zuerst die Aufgaben und Arbeitsabläufe der «anderen» verstehen, damit man seine eigene Arbeit bestens verstehen und umsetzen kann. Der Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich und kein Tag ist gleich wie der davor. Auch die Teams wechseln regelmässig. So kann man vom Fachwissen anderer lernen.

Welches waren bisher die interessantesten Baustellen, auf denen du mitarbeiten konntest?

  • Halle der Firma Christen in Küssnacht – Weil die Arbeit wegen des speziellen Bindesystems (Träger) und der Dimension (30 auf 40 Meter) der Halle einzigartig war.
  • Neubau Chalet Seeblick in Arth SZ – Hier konnten wir die traditionelle Handwerkskunst anwenden.
  • Diverse Arbeiten am eigenen Elternhaus - Die dafür gemachten Bauarbeiten waren zwar nicht sehr gross, jedoch durch den persönlichen Bezug sehr spannend. Ich war damals im 2. Lehrjahr und konnte mein Erlerntes anwenden und durfte viel Verantwortung übernehmen, in dem ich jeweils freitags selbständig das Material für die Baustelle bereitlegen durfte.

 

Wie empfindest du Kost als Ausbildungsbetrieb?

Die Firma Kost ist für mich ein sehr guter Ausbildungsbetrieb. Es wird auf Lernende gut geachtet. Und obwohl man „Stift“ ist, bekommt man das Gefühl, ein wertvoller und geschätzter Mitarbeiter zu sein, da man sehr schnell mehr Verantwortung übernehmen darf, wenn man gute Arbeit leistet und Einsatz zeigt.

Hast du schon Zukunftspläne, was du nach der Lehre machen möchtest?

Zuerst einmal geht es für mich ins Militär. Danach möchte ich voraussichtlich auf dem Beruf weiterarbeiten oder vielleicht auch in ein anderes Gebiet wechseln, um meine Berufserfahrungen zu erweitern.

Welchen Tipp kannst du Jugendlichen geben, die sich gerade auf Lehrstellensuche befinden?

Kein Beruf ist 100% perfekt. Aber es ist wichtig, eine Lehre abzuschliessen. Daher einen Ausbildungsberuf suchen, den man wirklich machen möchte. Die Berufswelt steht einem danach für alles offen. Und natürlich Einsatz zeigen, egal welchen Beruf man gewählt hat. Dies wird einem zurückgegeben (Karma). ;0)

Findest du, dass deine Lehre eine gute Basis für dein weiteres berufliches Leben ist?

Ja. Weil einem danach alle Türen offen stehen – sei dies durch Weiterbildungsmöglichkeiten oder auch für einen Wechsel in verwandte Berufe.

Wie streng sind die schulischen Anforderungen?

Mit Fleiss absolut machbar - auch für Schüler, die nicht die allerbesten Schulnoten haben. Jedoch braucht man in Mathe gute Noten und sollte gerne zeichnen, da man doch viele Pläne zeichnen muss.

Wie sind die körperlichen Anstrengungen?

Man gewöhnt sich daran. Man muss sich bewusst sein, dass man immer draussen ist und auch viele schwere Sachen trägt.

Wie war die Umstellung von der obligatorischen Schule zum Berufsalltag?

Dies war für mich nicht so schlimm, da ich meinen Beruf gerne mag. Die erste Woche war natürlich körperlich sehr anspruchsvoll. Aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Und der Unterricht in der Berufsschule ist natürlich anders als in der Oberstufe. Man muss von Anfang an Leistung erbringen und Selbstinitiative ist gefragt.

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